4 Projekte und fünf Auszeichnungen: Schüler der Realschule Zirndorf nahmen erfolgreich am Wettbewerb Jugend forscht teil.

Dienstag, früh um sechs Uhr an der Realschule Zirndorf: sieben Schüler und ihre Betreuungslehrkräfte machten sich in zwei Autos, vollgepackt mit Experimenten, auf den Weg nach Erlangen zum diesjährigen Jugend-forscht-Wettbewerb.

Mit dabei waren leitende Knete, Mikroplastik aus der Pegnitz, ein Aquarium mit Gartenpumpe sowie Cyanobakterien und Grünlilien.

Zum Teil über ein halbes Jahr lang hatten die Schülerinnen und Schüler an ihren Projekten gearbeitet und fieberten nun dem Wettbewerb entgegen.

Mit dabei waren in diesem Jahr vier Wiederholungstäter sowie drei neue Schüler, die zum ersten Mal bei Jugend forscht dabei waren.

In der Kategorie Geo- und Raumwissenschaften traten im Wettbewerb Schüler experimentieren Luis Barfuß (7c) und Anton Oberle (7d) erneut mit ihrer Suche nach Mikroplastik in heimischen Flüssen an. Nachdem sie im letzten Jahr die Verschmutzung mit Mikroplastik in allen Gewässern der Region nachweisen konnten, konzentrierten sie sich in diesem Jahr auf die Pegnitz und entnahmen dem Fluss an vier Stellen zwischen Erlenstegen und der Rednitzmündung, sowie am Auslass der Kläranlage Fürth Proben. Diese untersuchten sie mit verschiedenen Methoden auf Mikroplastik und konnten so eine Kartierung der Belastung des Flusses erstellen. Für diese Arbeit wurden sie mit dem zweiten Platz belohnt.

Marlene Strauß (7a) und Jakob Oberle (9a), der bereits zum vierten Mal am Wettbewerb teilnahm, hatten beide beim Tauchen im Schwimmbad festgestellt, dass man am Grund des Beckens scheinbar schneller vorankommt. Diese Vermutung überprüften sie im Labor mit Hilfe eines Schwimmkörpers in einem Aquarium. Den Gegenstrom lieferte eine Gartenpumpe. Für ihren Forschungsansatz erhielten die beiden den Sonderpreis der Sparkasse.

Hannes Beck (8a) und Elia Ehemann (8b) beschäftigten sich mit leitfähiger Knete. Zunächst untersuchten sie bei gekauften Produkten, ob die Leitfähigkeit mit der Farbe zusammenhängt. Anschließend stellten sie leitfähige Knete selbst her und versuchten diese zu optimieren. Als Anwendung für leitfähige Knete konnten sie zeigen, dass sich diese sowohl als Dehnungsmessstreifen als auch als Drucksensor eignet. Die beiden Nachwuchsforscher erhielten für ihre Arbeit den Sonderpreis der Gesellschaft für zerstörungsfreie Materialprüfung.

Obwohl sie bereits an der FOS Triesdorf zur Schule geht, lies sich Lisa Nebel bei ihrem Projekt „Überleben auf dem Mars“ erneut von der Realschule Zirndorf betreuen. Sie baute ihr Projekt vom letzten Jahr weiter aus und testete, wie Cyanobakterien, Sukkulenten und Grünlilien unter verschiedenen Umweltbedingungen CO2 abbauen. Dazu wurden die Probanden starker UV-Strahlung, Über- und Unterdruck sowie Kälte ausgesetzt. Um die Cyanobakterien unter verringerter Schwerer zu testen, entwickelte Lisa einen Klinostaten für Bakterien. In der Altersklasse Jugend forscht wurde sie im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Aber auch die Betreuungslehrer durften sich in diesem Jahr über eine Auszeichnung freuen: aus den Händen des Ministerialbeauftragten Michael Schmidt durfte Christopher Oberle den Sonderpreis für engagierte Talentförderer entgegen nehmen, der einen Betrag von 100€ für die Finanzierung eines neuen Jugend-forscht-Projekts beinhaltet.